Kneecap
Rich Peppiatt, Irlande, GB, 2024o
Lorsque la soirée festive du leader du groupe, Liam, se termine dans une salle d'interrogatoire de la police, le professeur d'irlandais JJ, qui doit servir d'interprète à la policière anglophone, l'aide non seulement à cacher le LSD dans son carnet, mais aussi à mettre en musique les textes qu'il contient sur la drogue, le sexe et la résistance à l'establishment britannique. Mais la police, les politiciens et les paramilitaires ont tous leurs raisons de vouloir étouffer le succès du groupe. Entre les boycotts de la radio et les incendies criminels, ces garçons chaotiques deviennent soudain le symbole de toute une génération.
Kneecap ist ein Film über eine Hip-Hop-Band, deren drei Mitglieder unablässig Ketamin und andere Drogen konsumieren, um anschliessend darüber zu rappen. Über eine Band, deren Songs prompt aus dem Radioprogramm gestrichen werden, weil sie zu viele vulgäre Wörter, Anspielungen auf Sex und eben Drogen enthalten. In dem dann die Hausfrauen und Müttern der Stadt auf die Barrikaden gehen, damit diese Songs doch wieder im Radio gespielt werden. Der Film ist zugleich radikal politisch und extrem lustig, dazu genauso vulgär, drogenverherrlichend, sexuell offenherzig wie seine Figuren, kurz: inspirierend und herzerwärmend. Er spielt im nordirischen Belfast, wo seit dreissig Jahren Waffenstillstand herrscht, die Spuren der Gewalt aber immer noch in die Häuserfassaden und Gesichter eingeschrieben sind. Die Väter sind tot oder auf der Flucht, die eigene Identität ist, vor allem wenn man sich als Republikaner versteht, ständig unter Beschuss. Jedes irisch gesprochene Wort, so hat man es vom Vater gelernt, der bei der IRA war, gilt hier als «eine Kugel für die Freiheit». Was ist in diesem Fall Hip-Hop – so führt es Kneecap auf unterhaltsamste Weise auch den grössten Skeptiker:innen vor – anderes als ein Maschinengewehr? Die Band «Kneecap» gibt es wirklich, ihre Mitglieder spielen sich selber, ihre Musik ist so, dass man von ihrer Energie auch dann mitgetragen wird, wenn man mit dem Genre Hip-Hop sonst wenig anfangen kann. Angereichert wird sie von – sagten wir’s? – reichlich Drogen und Sex, etwas Beziehungsdrama und einer Atmosphäre, in der sich die Hoffnung auf eine Generation ausbreitet, die den Kampf zwar nicht aufgegeben hat, ihn aber auf metaphorische Waffen beschränken will. Und dabei Spass haben.
Dominic SchmidGalerie photoso





