A Matter of Life and Death
Michael Powell, Emeric Pressburger, GB, 1946o
Lors d'une bataille aérienne de la Seconde Guerre mondiale, un pilote britannique entre en contact radio avec une jeune Américaine avant de s'écraser dans le vide sans parachute. En raison d'une erreur dans l'administration de l'au-delà, il se retrouve sur une plage au lieu du bureau des entrées célestes. Un messager est envoyé sur Terre pour le récupérer, mais le pilote fraîchement amoureux ne veut pas le suivre et a l'occasion de plaider sa cause devant le tribunal céleste.
Ein abgestürzter englischer Pilot (David Niven) bleibt wegen einem Irrtum in der himmlischen Verwaltung am Leben und und muss vor einem überirdischen Gericht beweisen, dass seine Abberufung tatsächlich verfrüht wäre. Während die Ärzte in einer komplizierten Operation um sein Leben ringen, gewinnt er, von taufrischer Liebe beflügelt, seinen Prozess. Dieses verspielte Märchen vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkriegs gehört zu den einfallsreichsten Filmen im schillernden Werk des britischen Gespanns Michael Powell und Emeric Pressburger (The Red Shoes, 1948). Legendär sind die fantastischen Kulissen des Bühnenbildners Alfred Junge und die atmosphärischen Bilder Jack Cardiffs, die zwischen sattem Technicolor (fürs Erdendasein) und nuanciertem Schwarzweiss (fürs Jenseits) wechseln. In den Himmel führt eine gewaltige Rolltreppe, die der sterbensunwillige Held wie ein kleiner Junge gegen die Laufrichtung benutzt; den Ausblick auf die Erde gewährleisten kreisrunde Gucklöcher. Die eigentliche Pointe des Films aber besteht im schelmischen, nie aufgelösten Verwirrspiel um die Frage, was Realität und was Einbildung in diesem Tauziehen zwischen Leben und Tod. ist. Nahtlos geht die eine Ebene in die andere über, wenn der Himmelsbote jeweils die Zeit auf Erden anhält, um ein Schwätzchen mit seinem Jenseits-Kandidaten zu halten. Angesichts derlei federleicht gemeisterter Tricktechnik spielt es eine untergeordnete Rolle, dass die Liebesbezeugungen des Helden rhetorisch bleiben und der Tatbeweis eigentlich ausbleibt. Als amüsanter Nebenaspekt ziehen sich die Reibereien zwischen Briten und Amerikanern durch die Handlung, welche die realen Animositäten zwischen den beiden Alliierten am Ende des Zweiten Weltkriegs aufgreifen.
Kerstin BlankGalerie photoso









