Looking for Sunshine

Niccolò Castelli, Suisse, 2018o

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Un an passé dans l’univers de Lara Gut. De sa victoire au classement général de la Coupe du monde en 2016 à son retour sur les skis après un accident au sommet de sa carrière. Ce documentaire retrace le parcours d’une championne, d’une jeune femme d’exception à la recherche de son propre chemin. Un subtil équilibre à trouver entre attentes du public et épanouissement personnel.

Das Porträt einer eindrücklichen Frau: Wir sehen, wie Lara Gut mit grösster Disziplin trainiert – vor und nach dem Unfall. Und wie sie ihr Leben, das von Terminen und dem Team um sie herum bestimmt ist, immer mehr selbst in die Hände nimmt. Sie redet nicht viel in diesem Film, umso stärker wirkt ihre Präsenz und Ausstrahlung.

Christine Lötscher

Galerie photoso

La Tribune de Genève, 20/11/2018
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RTS, 19/11/2018
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20min.ch, 19/11/2018
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Tages-Anzeiger, 24/10/2018
Ausbruch aus dem Hamsterrad

Lara Gut gewährt in ihrem Kinofilm Looking for Sunshine ungewohnt intime Einblicke in ihre Welt abseits der Scheinwerfer im Skizirkus. Die Konfrontation mit ihrem Spiegelbild ist schmerzhaft.

De Sebastian Rieder 

Ein Sturz, ein Schrei, und alles ist vorbei. Das linke Knie kaputt. Aus der Traum von WM-Gold. Schon wieder. Der 10. Februar 2017 in St. Moritz endet für Lara Gut im Fiasko. Nach dem fatalen Aufwärmen zur Super-Kombi wird sie abseits der Slalompiste im Helikopter abtransportiert, statt im Ziel von den Fans als Heldin gefeiert zu werden.

Ein Gefühl von Verzweiflung, Wut oder gar Ohnmacht? Nichts dergleichen. Lara Gut ist frei, endlich. «Am glücklichsten fühlte ich mich drei Sekunden nach dem Kreuzbandriss.» Die Aussage ist verstörend und faszinierend zugleich. Und es ist der Einstieg in einen Film, der den turbulenten Aufstieg einer Athletin zeigt - und im Gegenzug ebenso die tiefen Abgründe beleuchtet. «Ich habe die Ruhe gesucht und in diesem Moment nach dem Sturz auch gefunden. Ich wollte nicht mehr gegen mich selber kämpfen. Nach der Verletzung gab es keinen Kampf mehr.»

St. Moritz ist dabei einer der Schauplätze, an dem sie während ihrer Laufbahn fast gleichzeitig Himmel und Hölle durchlebt. So auch beim Gewinn des Gesamtweltcups vor zwei Jahren. «Die grosse Kristallkugel sollte eigentlich der Höhepunkt der Karriere sein, aber als Mensch war es derTiefpunkt in meinem Leben, auch als Athletin. Trotz des Erfolgs habe ich mich völlig verloren gefühlt. Es war ein Leben mit nur wenig Sonnenschein.»

Schonungslos, ohne Zensur

Looking for Sunshine heisst der 90 -minütige Film von Niccolò Castelli, der sie fast zwei Jahre mit der Kamera hautnah begleitete und ihr am Ende mit seinen Bildern frei von Zensur den Spiegel vorhielt. «Ich habe nie eine Grenze gezogen beim Filmen», sagt die 27-jährige Tessinerin. Es sind dabei Szenen entstanden, die eine Frau zeigen, die abseits des Weltcups um ihre Identität kämpft und dabei ihre fragile Seite schonungslos offenlegt. «Es war der einzige Weg, um zu zeigen, was wirklich passiert ist und wie ich mich gefühlt habe. Ich wusste nicht, was ich ändern sollte. Alle haben versucht, mir Kraft zu geben und eine Lösung zu finden. Durch den Film habe ich sehr viel über mich gelernt. Als ich mich am Bildschirm sah, habe ich echt gelitten. Es hat mir wehgetan, mich so zu sehen. Und mir ist klar, dass ich mir selber wehgetan habe.»

Fröhliche Farbschnipsel aus der Kindheit durchbrechen die Depression, die im Film immer wieder durchdrückt. Sie zeigen den Kontrast zwischen dem lustigen Mädchen, das unbeschwert in den Skizirkus katapultiert wird, und der Heldin, welche die

Last einer ganzen Skination auf den Schultern und im Kopf trägt. Zumindest ist das zu dieser Zeit ihre Wahrnehmung. «Es war schwierig, die Balance zu finden zwischen Athlet und Mensch. Ich habe zehn Jahre lang immer das Gleiche gemacht. Aber als Mensch habe ich mich entwickelt.»

Der Ausbruch aus dem goldenen Hamsterrad gelang ihr erst, als sie den Schlüssel vom Elternhaus abgab und sich ein eigenes Heim suchte. «Ich weiss auch nicht, wieso ich so spät erst von zu Hause ausgezogen bin. Vielleicht war ich einfach zu faul. Ich hatte immer das Gefühl, das geht normal weiter. Ich war immer Athletin und nicht Mensch, auch wegen meiner Eltern. Aber ich musste auch etwas für mich als Frau machen.»

Die Liebe zu Valon Behrami

Weg von Vater und Mutter, die sie ein Leben lang auch als Athletin eng begleitet haben, öffnete sich eine Perspektive, die sie kurze Zeit später zu Valon Behrami führte. Der Film blendet die neue Liebe allerdings aus, das ist der Makel, der ihm anhaftet. Denn es ist der 33-jährige Fussballer, der ihr die Augen und das Herz öffnete. «Es ist unglaublich, aber Valon hat mein Leben verändert. Er hat mich aus dem Alltag gerissen. Vorher gab es nur den Sport. Ich habe nicht gesehen, wie stark die Liebe sein kann. Ich habe nicht gemerkt, dass es im Leben noch viel mehr gibt als nur den Sport. Seit Valon bei mir ist, denke ich mehr an die Menschen und die Liebe. Ich gebe weiterhin alles im Sport, aber ich kann überall noch mehr geben.»

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27/01/2018
© Tous droits réservés NZZ am Sonntag. Fourni par NZZ am Sonntag Archiv
Der Kreuzbandriss von Lara Gut
/ SRF
de / 09/02/2017 / 01‘46‘‘

"Laras Geheimnis" (Dokumentation)
Martin Masafret / SRF
de / 17/01/2010 / 47‘51‘‘

Lara Gut über ihren Sturz in St. Moritz
Sebastian Rieder / Tages-Anzeiger
de / 24/10/2018 / 5‘24‘‘

Lara Gut-Behrami: Rückblick auf die Saison 2018/19
/ SwissSki
de / 16/04/2019 / 1‘47‘‘

Données du filmo

Genre
Documentaire
Durée
95 Min.
Langue originale
Italien
Ratings
cccccccccc
ØVotre évaluationk.A.
IMDB:
n.d.
Cinefile-User:
< 10 votes
Critiques :
< 3 votes

Casting & Equipe techniqueo

Lara Gut
Niccolò CastelliRéalisateurs
Niccolò CastelliScénario
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Bonuso

iVidéo
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gPresse écrite
Critique La Tribune de Genève
Florian Müller
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Critique RTS
Miguel Bao
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Critique 20min.ch
Blaise Craviolini
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Critique Tages-Anzeiger
Sebastian Rieder
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Interview mit Regisseur Niccolò Castelli
NZZ am Sonntag / Philipp Bärtsch
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