r The Housemaid
Paul Feig, USA, 2025o
Millie, une jeune femme ayant un casier judiciaire, trouve un emploi de femme de ménage dans une famille aisée avec un enfant unique. Elle se rend rapidement compte que toute la famille est sous la coupe de la maîtresse de maison capricieuse. Lorsque celle-ci développe des traits psychotiques aigus, Millie se rapproche de plus en plus de son mari séduisant. Mais lui aussi semble avoir un double visage.
Kennen Sie das? Geschichten, die derart haarsträubend sind, dass sich ein sekundäres Vergnügen daran einstellt, sobald man alle üblichen Ansprüche an Realismus und Glaubwürdigkeit aufgegeben hat. Der Kinderfrau-vs-Hausfrau-Thriller The Housemaid ist so ein Fall. Der US-Jungstar Sydney Sweeney – das Girl mit den phonetisch doppeldeutigen «great jeans» aus der umstrittenen Werbung des Herstellers American Eagle Outfitters – spielt die in ihrem Auto hausende Millie, welche ihre kriminelle Vergangenheit wohlweislich verschweigt, als sie sich als Haushälterin und Kinderfrau bei einer stinkreichen Familie bewirbt. Schon bei der ersten Begegnung und erst recht, als Millie den Job bekommt, zeigt sich allerdings, dass auch bei ihrer aus dem Ei gepellten Arbeitgeberin Nina und deren Musterhaushalt nicht alles stimmt. Die Frau, gewitzt besetzt mit Sweeneys zwölf Jahre älterem Ebenbild Amanda Seyfried, ist ein infamer Kontrollfreak, der jeden Lapsus auf Millie abwälzt, ihre kleine Tochter der Inbegriff eines verwöhnten Einzelkind-Monsters, der attraktive Ehemann dafür reinster Zucker. Natürlich kommen sich Husband und Housemaid bald näher, natürlich bleibt das von der argwöhnischen Hausherrin nicht lange unbemerkt – und natürlich verhält sich in Warheit alles ganz anders. Ab da kennen der Unterhaltungs-Routinier Paul Feig (Regie und Produktion) bzw. seine Drehbuch- und deren Vorlagenautorin kein Halten mehr. Kein Einfall zu absurd, keine Wendung zu brachial: Die Figuren wechseln praktisch im Minutentakt das Gesicht, der Film das Genre – bald Psychodrama, bald Erotikthriller, Horrortrip, schwarze Komödie… Auf fast 240'000 Eintritte hat es dieses aberwitzige Spiel mit den Erwartungen in den Schweizer Kinos gebracht. Wie heisst es gleich? Die Kundschaft hat immer recht.
Andreas FurlerGalerie photoso
