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La chute de l'empire américain

Denys Arcand, Canada, 2018o

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À 36 ans, malgré un doctorat en philosophie, Pierre-Paul Daoust est chauffeur pour une compagnie de livraison. Un jour, il est témoin d'un hold-up qui tourne mal, faisant deux morts parmi les gangsters. Il se retrouve seul avec deux énormes sacs de sport bourrés de billets. Des millions de dollars. Le pouvoir irrésistible de l’argent va bousculer ses valeurs altruistes et mettre sur sa route une escort girl envoûtante, un ex-taulard perspicace et un avocat d’affaires roublard.

Le nouvel opus de Denys Arcand est une odyssée. Une parabole sur notre époque, phagocytée par l’argent. Un travail ambitieux et réjouissant, pour un film qui mêle les humeurs et raconte cette planète de dingue.

Olivier Pélisson

Denys Arcand boucle sa trilogie sur l’état du monde avec une fable anticapitaliste caustique et hilarante.

Christophe Caron

Lorgnant du côté du cinéma d'action et du documentaire (Michael Moore, sort de ce corps !), le film de Denys Arcand se révèle difficile à cerner. Mais la pertinence du propos et l'humour pince-sans-rire hissent ce troisième épisode pas loin du niveau des deux premiers.

Antoine Le Fur

Der Frankokanadier Denys Arcand ist bekannt für bissige Komödien über den Zustand der Welt. Vom Titel her knüpft sein neuer Film an seinen Hit Le déclin de l’empire américain an, ist aber nicht wirklich eine Fortsetzung. Manchmal blitzt auch in dieser Parabel über Geld und Macht sein schwarzer Humor auf. Aber leider gibt es – die philosophische Edelprostituierte! – auch einige Altherrenklischees.

Matthias Lerf

Das Geld fliegt dem Kurierfahrer Pierre-Paul (Alexandre Landry) sozusagen zu. Der eigentliche Heist beginnt danach, wenn es darum geht, zwei große Reisetaschen voller Geldscheinen unter den Augen misstrauischer Polizisten, skrupelloser Gangster und wachsamer Steuerfahnder in Sicherheit zu bringen. Aus dem Glauben ans Gute im Menschen und dem Wissen ums Schlechte im Kapitalismus webt der Frankokanadier Denys Arcand einen Mafia-Thriller, der zugleich luftige Gesellschaftssatire und romantische Komödie um die Liebe zwischen einem Luxuscallgirl und einem Botenjungen ist. Und weil der in Wirklichkeit Philosophieprofessor ist, sind die Screwball-Dialoge mit Weisheiten von Epikur, Marc Aurel, Nietzsche und Wittgenstein gewürzt.

Anke Sterneborg

Galerie photoso

Le Temps, 25/03/2019

De Antoine Duplan 

© Tous droits réservés Le Temps. Fourni par Le Temps Archiv
Screen International, 05/09/2018

De Allan Hunter 

© Tous droits réservés Screen International. Fourni par Screen International Archiv
Variety, 06/09/2018

De Joe Leydon 

© Tous droits réservés Variety. Fourni par Variety Archiv
04/08/2019
Geld für die Welt

Die kanadische Krimitragikomödie "Der unverhoffte Charme des Geldes" von Denys Arcand ist ein Highlight dieses Kinosommers.

De Anke Sterneborg 

Er ist eine recht armselige Erscheinung, dieser Pierre-Paul, mit seiner kläglichen Miene und seinem selbstmitleidigen Geschwätz. Wie er da so im Café vor seiner Gerade-noch-Freundin sitzt und ausschweifend ausführt, warum ein intelligenter Mensch wie er niemals zu Reichtum kommen wird, in dieser kapitalistischen Welt. Auch ein paar Minuten später macht er keine sonderlich gute Figur, als er mit seinem Lieferwagen auf einem Parkplatz steht und mit offenem Mund staunend eine Schießerei beobachtet, an deren Ende zwei große, schwarze Taschen voller Geldscheine herrenlos vor ihm liegen bleiben.

In einem kurzen Moment des Mutes packt er die Taschen, schubst sie in den Laderaum seines Kurierautos, schiebt ein paar Pappen davor und schaut ahnungslos, als die Polizei ihn kurz darauf als Zeugen befragt. Allmählich wächst einem dieser Typ mit dem Allerweltsgesicht des kanadischen Fernseh- und Theaterschauspielers Alexandre Landry in der Krimikomödie "Der unverhoffte Charme des Geldes" ans Herz. Ausnahmsweise trifft der deutsche Verleihtitel den Kern dieses wundersamen Films besser als das Original, das sich ein wenig schnöde an Denys Arcands großen Erfolgsfilm aus den Achtzigerjahren dranhängt, ohne wirklich etwas damit zu tun zu haben. Auf "The Decline of the American Empire" von damals folgt jetzt "The Fall of the American Empire", auf den Untergang der Absturz. Der frankokanadische Regisseur bleibt seinem gesellschafts- und konsumkritischen Anspruch treu, wirkt dabei aber luftiger und gelassener als früher.

So beginnt eine Art Heist Movie, in dem es allerdings nicht darum geht, Wertsachen aus einem Hochsicherheitssafe zu rauben, sondern darum, das zugefallene Geld in Sicherheit zu bringen, dem Gangster, Polizisten und Finanzbeamte nachjagen. Im Unterschied zu allen anderen geht Pierre-Paul mit sauberen Motiven ans schmutzige Geld heran, wie ein moderner Robin Hood, dem es weniger um Bereicherung als um Umschichtung geht. Wo immer er vorbeikommt, lässt er im Vorübergehen ein paar Münzen in entgegengestreckte Becher und aufgehaltene Hände der im Stadtbild von Quebec allgegenwärtigen Obdachlosen klimpern und engagiert sich außerdem noch ehrenamtlich in Suppenküchen und Altkleidersammlungen. Mit seiner Selbstlosigkeit steckt er alle an, denen er begegnet, auch weil er seine Argumente mit geistreichen Zitaten von Philosophen wie Epikur, Marc Aurel oder Wittgenstein ausschmückt.

"Helfen Sie mir, ich habe zu viel Geld", sagt Pierre-Paul, und alle kommen. Denys Arcand führt Menschen zusammen, die sich unter normalen Umständen niemals begegnen würden. Ein kleiner Kurierbote, ein Luxus-Callgirl, ein Ex-Knacki und Rocker, der hinter Gittern ein Wirtschaftsstudium absolviert hat, ein Offshore-Banker, ein Obdachloser, ein paar Kleinkriminelle und Mobster mit hohem Gewaltpotenzial. Dazu noch jede Menge ehrenamtliche Helfer und echte Obdachlose. Und jeder von ihnen trägt sein eigenes Genre in den Film, die schöne Hure eine romantische Komödie, der Rocker eine skurrile Krimikomödie, der Banker einen Bankenthriller, die Gangster eine Mafiageschichte, die Obdachlosen eine Sozialsatire mit dokumentarischem Flair.

Leicht könnte das in ein maßloses Durcheinander ausarten. Doch der bald achtzigjährige Regisseur verbindet diese unterschiedlichen Tonlagen mit altersweiser Lässigkeit und Eleganz. Pierre-Paul, der im Rausch seines neuen Reichtums die Rotlichtbezirke des Internets durchforstet und von den marktschreierischen Angeboten abgestoßen wird, bleibt an einer jungen Frau hängen, die mit einem Sokrates-Zitat wirbt und sich Aspasia nennt, wie die große Philosophin der Antike, was ihn natürlich betört. Besiegelt wird sein Schicksal durch die engelhafte Erscheinung der kanadischen Fernsehmoderatorin Maripier Morin, die hier in ihrer ersten Kinohauptrolle zu sehen ist. So wie hier der Intellekt über die niederen Instinkte triumphiert, funktioniert im Grunde der ganze Film. Das Klischee von der heiligen Hure dreht Arcand ebenso wie den Mythos von Robin Hood und das Drama eines Millionenraubs und zurrt alle Komponenten zu einem utopischen Märchen zusammen, das tief in der Wirklichkeit verwurzelt ist und bei allem Amüsement durchaus ernst gemeint ist.

© Tous droits réservés Süddeutsche Zeitung. Fourni par Süddeutsche Zeitung Archiv
FAZ, 02/08/2019

De Maria Wiesner 

© Tous droits réservés FAZ. Fourni par FAZ Archiv
Kritik zum Film
/ RBBradioeins
de / 06/08/2019 / 1‘40‘‘

Conversation avec Denys Arcand et Maripier Morin
/ Ici Radio-Canada Télé
fr / 05/05/2018 / 21‘35‘‘

Cast and Crew Q&A
/ TIFF
en / 06/09/2018 / 20‘58‘‘

"28 Minutes" avec Denys Arcand
/ ARTE
fr / 12/02/2019 / 45‘18‘‘

Trailer: "The Decline of the American Empire" (1986)
/ Denys Arcand
en / 30/06/1986 / 2‘14‘‘

Denys Arcand au micro de la RTS
De / RTS Culture
fr / 1‘54‘‘

Données du filmo

Autres titres
Der unverhoffte Charme des Geldes DE
The Fall of the American Empire EN
Genre
Drame
Durée
122 Min.
Langue originale
Français
Ratings
cccccccccc
ØVotre évaluation7,2/10
IMDB:
7,2 (926)
Cinefile-User:
n.d.
Critiques :
n.d. q

Casting & Equipe techniqueo

Alexandre LandryPierre-Paul Dubé
Maripier MorinAspasie / Camille Lafontaine
Rémy GirardSylvain 'The Brain' Bigras
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Bonuso

iVidéo
Kritik zum Film
RBBradioeins, de , 1‘40‘‘
s
Conversation avec Denys Arcand et Maripier Morin
Ici Radio-Canada Télé, fr , 21‘35‘‘
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Cast and Crew Q&A
TIFF, en , 20‘58‘‘
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"28 Minutes" avec Denys Arcand
ARTE, fr , 45‘18‘‘
s
Trailer: "The Decline of the American Empire" (1986)
Denys Arcand, en , 2‘14‘‘
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gPresse écrite
Critique Le Temps
Antoine Duplan
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Critique Screen International
Allan Hunter
s
Critique Variety
Joe Leydon
s
Critique Süddeutsche Zeitung
Anke Sterneborg
s
Critique FAZ
Maria Wiesner
s
hAudio
Denys Arcand au micro de la RTS
RTS Culture / fr / 1‘54‘‘
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