r Unisono
Georges Gachot, Suisse, Allemagne, 2026o
Pendant un camp d'été, Georges Gachot, documentariste franco-suisse connu pour ses films musicaux, a suivi un orchestre symphonique de jeunes lors des répétitions d'un concert dans l'église de Boswil. Avec une caméra agile, il a observé comment les jeunes musiciennes et musiciens échangent sur leur art et se préparaient à monter sur scène sous la houlette d’un chef d’orchestre bienveillant et du pianiste et compositeur finlandais de talent Iiro Rantala.
Der gebürtige Franzose und Wahlschweizer George Gachot studierte ursprünglich Klavier und hat sich als Dokumentarfilmregisseur seit den späten 1990er Jahren auf Musiker:innen spezialisiert, deren Bandbreite von Debussy und Martha Argerich über Brazilgrössen wie Maria Bethânia und João Gilberto bis zum Jazzpianisten Erroll Garner (Misty, 2025) reicht. In Unisono beobachtet er Schweizer Nachwuchsmusiker:innen zwischen 15 und 26, die sich in einem Sommerworkshop an jenen «Gleichklang» heranarbeiten, den es für ein Konzert braucht. Fesselnd ist dabei, wie sich die Youngsters – teils Profis, teils avancierte Amateur:innen – in die Freuden und Mühen mit ihren Instrumenten vertiefen und mit leuchtenden Augen vom Glück erzählen, wenn Harmonie und Dynamik unter der einfühlsamen Anleitung des Dirigenten Hugo Bollschwiler ihren Sog entfalten. Als heimlicher Joker des Films stösst in der zweiten Hälfte der finnische Pianist und Komponist Iiro Rantala zum Orchester: ein Virtuose zwischen Jazz und Klassik und – ähnlich wie Erroll Garner – ein begnadeter Entertainer, der mit seiner Improvisationskunst und Ironie die nötige Lockerheit ins Ensemble trägt. Wie der Regisseur bei der Premiere an den Solothurner Filmtagen erzählte, stand am Anfang von Unisono die simple «Home-Movie»-Idee, den eigenen Sohn als Teil des Orchesters bei den Proben in der Kirche Boswil zu begleiten. Fünf Jahre später liegt das Resultat vor und zeigt, dass es manchmal gar nicht mehr braucht für einen begeisternden Film.
Kerstin Blank
